schon wieder eine Woche rum, schon wieder so viel Neues erlebt, schon wieder was zum Erzählen gefunden. wie auch die Wochen davor, ist unter der Woche nicht viel nennenswertes passiert. man geht halt zur Schule, man trifft seine Freunde, man geht dienstags aus um was zu trinken und ansonsten arbeitet man einfach nur aufs Wochenende hin. manche Dinge ändern sich halt nicht.
dafür sind die Wochenenden, sprich die Zeit ab Freitagnachmittag, immer wieder anders, immer wieder aufregend, immer wieder einzigartig.
Freitagabend waren wir zu siebt beim Italiener Pizza essen. richtig schick, richtig lecker, richtig schön. ich hab sogar was gelernt: für Italiener ist es total vertretbar Pizza mit Pommes darauf zu essen, weil das ist halt total beliebt und das wird sehr gern gegessen, aber wenn man Pizza mit Ananas darauf isst, dann wird man gesteinigt und ausgegrenzt und mit "Buh"-Rufen überhäuft. versteh ich nicht, wirklich nicht. nichtsdestotrotz war der Abend wirklich lustig und so gaaaaaanz langsam gewöhne ich mich an die italienische Sprache und finde sie vielleicht ein klitzekleines bisschen weniger schlimm als vor vier Wochen. aber wirklich nur vielleicht.
nach dem Restaurantbesuch sind wir dann aber selbstverständlich noch feiern gegangen, zumindest der Großteil von uns. auch das war wieder sehr schön, obwohl es im Nachhinein betrachtet, vielleicht schlauer gewesen wäre, den Bus um halb 2 zu nehmen um nach Hause zu fahren. Warum?
weil wir am nächsten Morgen, nach nicht einmal vier Stunden Schlaf, sehr früh aufgestanden sind, um endlich endlich nach
London!! zu fahren. und man kann auch wirklich nur begrenzt sagen, es hätte sich gelohnt. ich meine, es steht außer Frage, dass London umwerfend und einzigartig und sehenswert ist, aber dummerweise hat es sich am Samstag von seiner wohl bekanntesten Seite gezeigt: verregnet, kalt, ungünstig zum Sightseeing. aber wir haben es uns trotz allem nicht nehmen lassen so viel wie möglich zu sehen. nachdem wir in London Victoria angekommen sind, führte uns unser erste Spaziergang zum Buckingham Palace und dem gegenüberliegenden Park, den wir dann durchquert haben um zum Big Ben und zur Westminster Abbey zu kommen. das Highlight im Park waren definitiv die Eichhörnchen, die sich für einen Chipskrümel sogar anfassen und ein wenig streicheln ließen. so nah hab ich noch nie ein Eichhörnchen gesehen!
vom Big Ben ging es mit der U-Bahn weiter zur Tower Bridge. der Regen wollte einfach nicht aufhören, dementsprechend haben wir den Besuch so kurz wie möglich gehalten. für ein paar Fotos hat es aber dennoch gereicht. danach waren wir alle drei ziemlich durchgefroren, hungrig und unmotiviert noch weiter nur draußen rumzulaufen, weswegen wir dann beschlossen haben zum Piccadilly Circus zu fahren, ein bisschen Windowshopping zu machen und unbedingt den M&Mworld-Store zu besuchen. danach hat uns der Hunger übermannt und wir landeten beim Mexikaner mit unglaublich gutem Essen und einer sehr angenehmen Atmosphäre. durch Nachos, Burger, Tacos und Fajitas ausreichend gestärkt, ging es danach weiter durch Soho auf der Suche nach Primark. gefunden haben wir ihn auch, aber drinnen waren wir doch ein wenig überfordert. so einen großen Primark und so viele Menschen habe ich noch nie gesehen, das war wirklich ein bisschen viel für die Nerven, gerade für unsere übermüdeten. also sind wir relativ schnell wieder zur U-Bahn geflohen um zur Knightsbridge und dem dort angesiedelten Harrods zu fahren. das war dann doch schon ein ganz schöner Kulturschock. wir sind bestimmt eine Stunde in dem Kaufhaus herumgeirrt, ohne wirklich zu wissen, wo wir sind und wie wir am besten hier wieder rauskommen. das Fazit danach war: wir müssen zurück nach Hause, wahlweise einen superreichen Mann finden und heiraten oder aber richtig viel arbeiten und richtig viel Geld verdienen und dann kommen wir wieder und gehen da richtig schön einkaufen. gestern haben wir uns einfach nur fehl am Platz gefühlt. aber sehenswert ist es auf jeden Fall! danach waren wir dann aber doch ganz schön kaputt und haben beschlossen die Heimreise anzutreten. ich muss sagen, das U-Bahn- System in London gefällt mir, es ist ziemlich einfach aufgebaut und wenn man einen Plan hat, dann kommt man ziemlich schnell und einfach von A nach B. zum Abschluss des Tages waren wir dann noch einen kleinen Absacker in einem Pub in Brighton trinken. das ging dann aber wirklich nicht mehr allzu lange, denn wir waren sichtlich müde und geschafft und ich habe mich wirklich nur noch nach meinem Bett gesehnt.
und den heutigen Sonntag verbringen wir einfach nur im Bett, ganz einfach und unspektakulär. das darf auch mal sein.
ich habe diese Woche etwas sehr wichtiges gelernt: man wird am glücklichsten, wenn man im Moment lebt. wenn man weder daran denkt, was war, noch daran, was sein wird. wenn man einfach nur das Hier und Jetzt genießt, dann hat man eine Chance darauf, wirklich glücklich zu sein. und zwar so nicht-in-Worte-fassen-könnend-glücklich. es ist wie mit der Sonne und den Wolken. wenn die Sonne direkt über einem scheint, sollte man nicht nach rechts und links gucken ob vielleicht von irgendwo Wolken kommen könnten. man sollte einfach den Sonnenschein genießen und sich darüber freuen, dass er jetzt gerade da ist. ganz einfach, ohne nachzudenken.
die schönsten Dinge passieren ja sowieso immer dann, wenn man einfach nicht damit rechnet.
meine Bilder der Woche/des Wochenendes (entschuldigt die chronologische Unordnung):
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| Mittagessen von Samstag |
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| die girls ♥ (Freitagabend) |
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| Pizza Party! |
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| M&Mworld |
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| Montag am Meer |
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| Mittwoch am Meer |
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| Sitzplätze werden ja überbewertet |
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| Buckingham Palace |
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| London Eye :)))) |
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| Eichhörnchen! |
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| viel tourimäßiger kann es nicht werden |
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| yummy yummy yummy |
und deine Worte hallen nach in meinem Kopf, immer wieder die gleichen Sätze. ich spiele die Szene in Dauerschleife, frag mich immer noch ob das wirklich passiert ist.
xoxo, girl abroad