Donnerstag, 11. Juni 2015

Choose your own path

I shouldn't become a blogger, I really suck at posting regularly. Anyway, I wanted to post something now. I arrived home now and this is the end of my journey and my adventure. I still haven't realised it. A friend of mine did a good description of our situation: it feels like being on vacation and knowing that you'll be "home" in a few days. Brighton has been my life and my home for quite a long time and I had to make a huge effort to feel as comfortable as I did in the end. The main reason were my friends, who became my family over the time. The people I met there and the friendships I made are truly unique and I don't really have any words for it.
Since I'm back in Germany, I feel like a part of me is missing. From time to time I'm having relapses and I just wanna continue running away.I want to run to a place where time has frozen and I can stick with all my friends. My heart is broken and this hasn't happened for a long time. I actually thought I wasn't able to feel such pain anymore but apparently I can.
This experience has been the best and saddest at the same time. I captured all these unique memories that no one can take away from me now and they will always be with me. But I still can't believe that I had to say goodbye to all those amazing people. Is this really the end? I feel like it's been a couple of weeks when I packed my bags and left. It doesn't feel like half a year, not at all.
I'm still looking for words to describe how I'm feeling. However, I think there are no words to describe the confusion inside of me. Don't get me wrong, I'm happy to have my friends, my family and kind of my old life back. But it feels like I don't fit in there anymore. It's as if you've grown out of your favourite pair of shoes. The moment you realise that you grew up, is the moment you feel really sad because you liked those shoes and now you have to go out and look for an new pair. A pair that could replace the old one. But you'll never know what might be waiting for you. And you'll never know if you'll find something that fit as good as this old pair of yours. This frightens and scares you - not only when you're standing in the shoe store.
Now that I'm confronted with my reality again, I start to realise that I'm still not ready for it. I thought going abroad would make me realise what I really want to do with my life. I thought I would come back with some kind of plan. But I just got nothing. Nothing has changed. I'm still without any ideas, I'm under a lot of pressure and everything is just really overwhelming. I try to run away and hide.
The main thing I learned in Brighton is to always try to see the positive in everything. Even though I'm really sad and heart-broken right now, I know that it will get better. I know that I will find my way. Especially after meeting all these inspiring and motivating people, I now know that I can do it and that I'm looking forward to a bright future.

To sum up, I just wanna say that those friends I found in Brighton, are friends forever. I'll do anything to keep them in my life.
Last but not least I want to say a huuuuuuge THANK YOU to my parents who made this whole thing possible for me. Thank you so so much ♥!

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Ich sollte wohl kein Blogger werden, mein Durchhaltevermögen lässt wirklich stark zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz wollte ich mich mal wieder melden. Ich bin mittlerweile am Ende meiner Reise, meines Abenteuers angekommen. So ganz hab ich es noch nicht realisiert. Eine Freundin hat es ganz passend beschrieben: es fühlt sich an als wären wir in den Ferien und nächste Woche fahren wir wieder "nach Hause". Brighton war mein Leben und mein Zuhause für eine ziemlich lange Zeit und es hat mich viel Mühe gekostet mich dort so wohl zu fühlen, wie ich es am Ende getan habe. Einen wesentlichen Teil haben meine Freunde dort beigetragen, die für mich wie eine Familie waren. Die Leute, die ich dort kennengelernt habe und die Freundschaften, die ich dort geschlossen habe, sind einzigartig und unbeschreiblich.
Seit ich wieder hier in Deutschland bin, habe ich das Gefühl, dass ein Teil von mir fehlt. Ich habe regelmäßig Rückfälle und möchte am liebsten weglaufen, irgendwohin wo die Zeit stehen geblieben ist und ich mit all meinen Freunden sein kann. Mein Herz ist schwer und tut weh. Das ist mir lange nicht mehr passiert und ich hatte gedacht, ich wäre dazu nicht mehr fähig, aber wie es scheint, habe ich mich getäuscht.
Diese Erfahrung war mit Abstand die schönste und traurigste, die ich je gemacht habe. Ich habe jetzt einzigartige Erinnerungen, die mir keiner nehmen kann und die mich wesentlich prägen. Aber dass ich mich von so vielen wirklich lieb gewonnenen Menschen verabschieden musste, will einfach nicht in meinen Kopf rein gehen. Das kann doch nicht schon das Ende gewesen sein? Ich fühle mich, als hätte ich erst vor ein paar Wochen meine Koffer gepackt und wäre losgefahren. Es kommt mir nicht vor wie ein halbes Jahr, wirklich nicht.
Ich suche auch nach wie vor nach Worten um jemandem zu beschreiben, wie ich mich fühle und wie es mir geht, aber ich habe das Gefühl, dass es keine Worte für diese Verwirrung in meinem Inneren gibt. Versteht mich nicht falsch, ich freu mich meine Freunde wieder zu haben, meine Familie um mich rum zu haben und mein altes Leben ein Stück weit wieder zu haben. Aber es fühlt sich einfach an, als würde ich da nicht mehr rein passen. Es fühlt sich an, als würde man nach einiger Zeit versuchen ein Paar Schuhe anzuziehen und man stellt fest, dass man gewachsen ist und sie einem nicht mehr passen. Dann ist man meist enttäuscht, weil es doch Schuhe waren, die man gerne und oft getragen hat. Und jetzt muss man sich ein neues Paar kaufen, eine Art Ersatz, das dann doch ganz anders sein wird, als das alte. Das macht Angst und das verunsichert, denn man weiß nie ob man etwas passendes finden wird und was auf einen wartet. - nicht nur im Schuhladen.
Jetzt steh ich da, mit meiner Realität konfrontiert und stelle fest, dass ich immer noch nicht bereit dafür bin. Ich hatte gehofft im Ausland DIE Eingebung zu finden und nach Hause zu kommen und einen Plan vom Leben zu haben. Well,..... no. So funktioniert es dann halt doch nicht. Ich bin nach wie vor planlos, unter großem Druck und völlig überfordert. Ich laufe weiter weg, verstecke mich hinter Kleinigkeiten, lasse mich von allem und jedem aufhalten. "Morgen ist auch noch ein Tag" wird wahrscheinlich zu meinem aktuellen Motto. Aber wenn ich etwas in Brighton gelernt habe, dann das Positive zu sehen. Auch wenn ich gerade eher traurig bin als dass ich lache und auch wenn ich das Gefühl habe, dass alles irgendwie nicht so läuft, wie es soll, weiß ich trotzdem, dass es besser wird und ich meinen Weg finden werde. Die Menschen, die ich in England kennengelernt habe, haben mir so unfassbar viel Halt gegeben und haben mir geholfen einzusehen, dass ich das schaffen kann. Ich gebe nicht auf, ich finde meinen Weg, das weiß ich.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich in Brighton Freundschaften fürs Leben geschlossen habe und ich werde alles dafür geben um diese Menschen in meinem Leben zu behalten.
Uuuund ich möchte mich bei allen bedanken, die mir dieses Abenteuer ermöglicht haben, ganz ganz besonders bei meinen Eltern. Danke ♥!



xoxo, girl abroad

Montag, 27. April 2015

FAIS DE TA VIE UN RÊVE

Oha. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mich seit über einem Monat nicht mehr hier gemeldet habe, aber ich war irgendwie so beschäftigt, dass ich nie wirklich zum Bloggen gekommen bin. Das tut mir leid, aber ich versuche euch jetzt mit allen spannenden Ereignissen des letzten Monats zu versorgen.

So langsam fühlt sich leben hier richtig wie ein Leben an. Ich habe einen Freundeskreis in dem ich mich mehr als wohl fühle und das Lachen wird weniger falsch und mein Glücklichseingefühl kommt auch langsam wieder. Der Frühling kommt hier langsam aber sicher und damit verziehen sich meine grauen Stimmungswolken, denn wenn ich die Sonne draußen sehe, dann kann ich einfach nicht anders, dann überkommt mich ein unbeschreibliches Glücks- und Dankbarkeitsgefühl. Ich hab es so gut hier und es geht mir so gut und bin dankbar für jede Sekunde, die ich hier erleben darf.

Aber ich sollte wohl da ansetzen, wo ich euch beim letzten Mal verlassen habe. Soweit ich weiß, war das kurz vor meinen Ferien. Die erste Ferienwoche habe ich genutzt, um ein bisschen mehr von England zu sehen. Ich war in Cambridge und in Bournemouth. Cambridge fand ich sehr schön und es war interessant, es mal gesehen zu haben, aber ich muss sagen, dass mir Oxford doch um einiges besser gefällt. Bournemouth wollte ich unbedingt sehen, da es zum einen der Ort ist, an dem ich eigentlich mein halbes Jahr verbringen wollte und zum anderen gibt es dort am Meer richtigen Sand und nicht nur so blöde Steine wie hier. Aber ich habe festgestellt, dass ich absolut die richtige Entscheidung getroffen habe. Bournemouth ist wirklich wunderschön und der Strand ist Wahnsinn, aber viel mehr ist dann dort auch nicht. Alles ist sehr klein und irgendwie ruhig und ich denke, ich wäre dort vor Langeweile eingegangen. Dennoch hab ich mich total gefreut es endlich mal zu sehen und endlich mal am Sandstrand zu sein und mit meinen Füßen durch den Sand und das Wasser zu laufen.

College in Cambridge




Bournemouth 




da ich ja Ostern ganz allein war, hab ich mir kurzerhand ein Ostergeschenk gemacht

Und in der zweiten Ferienwoche haben mich dann meine Mama und Bruder besucht. Wir waren erst einen Tag in Brighton und sind dann weiter nach London gefahren, um dort ein paar Tage zu verbringen. Es war richtig schön, ich hab es sehr genossen, die beiden endlich mal wieder zu sehen. Wir haben in London mehr oder weniger das typische Touristenprogramm gemacht, da Björn ja noch nie da war. Ich finde London wirklich großartig, aber nach den paar Tagen war ich echt froh wieder in Brighton zu sein, weil es waren mir einfach viel zu viele Menschen dort.


Überall stehen diese Schafe... :D


SHERLOCK!!!!!!!!!!!!!!

♥♥♥

Ja, und nach den Ferien hat mich dann der Alltag sehr schnell wieder eingefangen. Es war erstmal sehr stressig, denn ich habe meine Gastfamilie wieder gewechselt. Ich dachte, ich könnte es in der anderen die verbleibenden Wochen aushalten, aber es war einfach zu viel verlangt. Mit so viel Dreck kann ich beim besten Willen nicht umgehen. Jetzt wohnen wir immerhin sehr nah am Stadtzentrum, es ist zwar lange nicht perfekt, aber für die verbleibenden 6 Wochen geht es schon und immerhin ist es sauber und wir kriegen ordentliches Essen. Und dann habe ich ja vor den Ferien den Examensvorbereitungskurs angefangen und der beansprucht mich ganz ordentlich. Ich muss jetzt tatsächlich was für den Unterricht tun und das ist nicht gerade wenig. Aber ich lerne auch unfassbar viel und irgendwie macht es Spaß. Trotzdem hab ich Angst, dass ich das Examen am Ende gar nicht bestehe, weil es wirklich nicht so leicht ist, wie man sich das vorstellt. Aber ich mal jetzt mal nicht den Teufel an die Wand und denke einfach positiv.

Wie schon erwähnt, war das Wetter in den letzten Wochen wunderschön hier und deswegen hatten wir endlich die Gelegenheit längere Zeit am Meer zu verweilen und haben das vor zwei Wochen gleich mal mit einem BBQ getan. Das war wirklich schön, es war einer dieser Momente, wo einfach alles gestimmt hat: das Wetter, die Menschen, der Ort, die Zeit, eben einfach alles.
Und auch unter der Woche haben wir viel Zeit am Meer verbracht, ich hab mir erfolgreich meinen Arm in der Sonne verbrannt und habe auch allgemein schon ein bisschen Bräune abgekriegt.
Ich genieße die Zeit grade einfach so sehr, weil mir immer mehr bewusst wird, dass es ganz bald schon vorbei ist und ich bin dafür echt noch nicht bereit. Es ging viiiieeeeel zu schnell.
Natürlich gehen wir auch nach wie vor jeden Dienstag ins Font und jeden Freitag ins pryzm und dadurch, dass ich jetzt so nah wohne und nach Hause laufen kann, kann ich endlich mal so lange dort bleiben, wie ich möchte und muss mich nach keinem Nachtbus richten. Das ist der Wahnsinn!

Unglücklicherweise wurde mir am letzten Freitag im Club mein Handy gestohlen. Ich kann immernoch nicht richtig fassen, dass jemand wirklich so asozial sein kann. Es ist erschreckend, wie sehr man verloren ist, wenn einem ein technisches Gerät geklaut wird. Mir geht es gar nicht mal so sehr um das Telefon, viel schlimmer ist, dass ich alle Unterhaltungen verloren hab, alle Nummern und auch viele meiner Bilder. Besonders Bilder an denen viel emotionaler Wert hängt, ebenso Konversationen. Aber vielleicht ist das ja auch am Ende besser so...Jetzt hab ich halt ein neues Telefon und konnte immerhin meinen WhatsApp Account behalten. Und von sowas lass ich mir die Laune natürlich nicht verderben. Ich habe mein Wochenend trotzdem genossen, ich war bowlen und mit den girls Kaffee trinken und quatschen, was Mädchen eben so machen.

Alles in allem geht es mir nach wie vor super gut hier. Trotzdem freu ich mich auch langsam wieder auf zu Hause, denn ich stelle mehr und mehr fest, dass ganz viele Engländer unfassbar arrogant und gelinde gesagt schrecklich sind. Man merkt ihnen einfach an, dass sie tatsächlich glauben, dass die Welt sich um sie dreht und sie alles sind was zählt. Ich liebe die Sprache nach wie vor und auch den britischen Akzent, aber mir gefällt die Einstellung nicht, die irgendwie damit einher geht. Alle sind super höflich zueinander, aber wenn du kein Brite bist, dann bist du bei vielen gleich minderwertig. Nichtsdestotrotz ist Brighton einfach ein Traum.


Friends ♥


I love you girls so much ♥

I love you girls so much, part 2 ♥

der Versuch einen Einweggrill am Meer zu entzünden





It's funny how someone who was just a stranger last year can mean so much to you now. 
It's terrible that someone who meant so much to you last year can be just a stranger now.

Das war jetzt ein sehr sehr langer Post und ich hoffe, ihr habt es bis zum Ende geschafft. Jetzt seid ihr erst einmal wieder auf dem neuesten Stand. Bis (hoffentlich) ganz bald.
Ich schicke ganz viel Liebe nach Hause ♥

xoxo, girl abroad

Mittwoch, 25. März 2015

"Let's do what we love and do a lot of it!"

Hallo!
Ich wollte mich mal wieder melden. Auch wenn gerade nicht wirklich viel spannendes passiert, dachte ich, ich erzähl euch trotzdem mal ein bisschen von meiner letzten Woche. Vielleicht ist es ja doch irgendwie interessant.

Letzten Dienstag war St. Patrick's Day und der wird hier natürlich ganz ganz groß gefeiert. Für meinen Geschmack ein bisschen zu groß. Habe mir auch extra für diesen Anlass ein grünes Oberteil gekauft, damit ich wenigstens äußerlich in all den Trubel rein passe. Aber so an und für sich war der Abend eigentlich sehr nett, wir waren in verschiedenen Pubs und hatten viel Spaß. Leider konnten wir nicht in einen typisch irischen Pub gehen, da einfach zu viele Leute dort rein wollten. Ich wäre da aber so gerne rein gegangen, denn da lief wirklich super gute Musik und zwar nicht die typischen Partylieder, sondern eine Live-Band hat zum Beispiel "Mr. Brightside" von The Killers gecovert. Da war ich ganz aus dem Häuschen.

Ich hatte auch die ganze letzte Woche eine richtig coole Klasse mit spitzen Leuten und wir hatten einfach unglaublich viel Spaß zusammen. Auch nach dem Unterricht. Da sind wir dann zum Beispiel Kaffee trinken gegangen in einen supercoolen Eisladen, in dem man alle möglichen süßen Sachen essen kann. Es war ein Festmahl. Unten findet ihr dann auch ein Bild von meinem "Cookies&Cream Crêpes". Für das Ding würde ich töten, das war einfach viel zu gut.

Das Schöne an meiner neuen Gastfamilie ist ja, dass sie sich so wenig um uns kümmert bzw. sich für uns interessiert, dass ich endlich das frühstücken kann, was ich gerne möchte: OATMEAL! Davon gibt es hier nämlich unendlich viele Sorten und alles ist schon fertig, man muss nur Milch dazu geben und es für ein paar Minuten in die Mikrowelle tun. Ein Traum! Dieses Frühstück ist der einzige Grund, warum ich wahrscheinlich definitiv eine Mikrowelle haben will, wenn ich wieder zu Hause bin. Für mein morgiges Frühstück habe ich mir vorhin bei Tesco noch frisches Obst besorgt. Es heißt ja immer, man soll das beste aus der Situation machen und deswegen lasse ich es mir beim Frühstück richtig gut gehen. Das ist dann wirklich Essen für die Seele.

Seit Montag bin ich ja auch in einer neuen Klasse, da ich ab jetzt auf das CAE (Cambridge Advanced Exam) hinarbeite. Ich muss sagen bisher gefällt es mir richtig gut, ich habe das Gefühl, das ist endlich eine Klasse, die mich fordert und vielleicht auch an meine sprachlichen Grenzen bringen kann und mir wirklich was beibringen kann. Noch dazu sind die Leute in der Klasse alle total super und es ist eine tolle Atmosphäre.
Uuuuuuuuuuuuund nächste Woche hab ich Ferien, juhuuuu! Ich hab mir vorgenommen einen Tagesausflug nach Bournemouth zu machen, um wenigstens einmal am Sandstrand sein zu können. Mal sehen, wie ich mir die Zeit bis meine Mama und mein Bruder kommen noch so vertreibe. Aber mir fällt schon was ein.

Am Sonntag gehen wir uns wahrscheinlich Cambridge ansehen, da bin ich auch schon sehr gespannt.

Ich entschuldige mich für den semi-interessanten Post, aber so ist halt der Alltag. Ich hoffe, ich kann euch bald wieder spannendere Erlebnisse erzählen.

Auch die Bilder sind dieses Mal leider nur von meinem Handy.. ich vergesse immer, dass ich ja eine Kamera habe.

St. Patrick's Day

Der besagte Crêpes.. 



Me & my Oatmeal

xoxo, girl abroad


Montag, 16. März 2015

It's all about the journey, not the destination

Halloooo!
ich wollte mich mal wieder melden, da doch in letzter Zeit einiges passiert ist und es auch wieder Zeit für einen neuen Post wird. 
die letzten Wochen waren für mich eine Achterbahn der Gefühle. von überglücklich plötzlich zu todtraurig. das zu verkraften ist schon nicht leicht. zwischenzeitlich war ich wirklich bereit hier alles abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren, es hat mir einfach alles gereicht und ich wollte nur noch weg. aber zum Glück hab ich das nicht gemacht, ich hätte es am Ende doch sehr bereut.
nachdem ich vor etwas mehr als einer Woche jemanden für mich sehr wichtigen verabschieden musste, bin ich erstmal in ein Loch gefallen. ich hatte zu nichts mehr Lust, ich hab nur noch vor mich hin existiert und stand komplett neben mir. ich hab es nicht mal geschafft diese Gefühle zu verstecken, ich sah einfach aus wie ich mich gefühlt habe. dann hat uns auch noch unsere Gastfamilie eröffnet, dass wir umziehen müssen, weil sie das Zimmer brauchen. das war ein neuer Schock, denn wir haben im Paradies gelebt, was bedeutete, dass es nur schlimmer werden kann. besser war einfach nicht möglich. nach einigem Hin und Her mit der Organisation haben sie dann tatsächlich eine neue Familie für uns gefunden und letzten Donnerstag sind wir dann umgezogen. die neue Gastfamilie ist sehr nett und gemütlich und es hätte uns wirklich schlimmer treffen können. ich denke, wir können es hier ganz gut zweieinhalb Monate aushalten. (ein weiterer Schock, die Hälfte der Zeit ist schon rum, ich kann es gar nicht fassen. die Zeit verging viel zu schnell. ich will doch noch gar nicht wieder nach Hause!!)
und dann Freitag das große Highlight: mein Papa kommt mich besuchen! :))))) ich war so aufgeregt und hab mich so gefreut ihn endlich wiederzusehen. durch den Umzugsstress und die neuen Umstände habe ich es natürlich prompt nicht geschafft ihn vom Flughafen abzuholen. aber am Ende ist alles gut gegangen, wir haben uns in London getroffen, sind super lecker frühstücken gegangen und nach einer Tour auf dem London Eye sind wir dann nach Brighton gefahren. es war ein super schönes Wochenende und ich bin froh, dass ich ihm meine aktuelle Heimat zeigen konnte und dass sie ihm so gut gefallen hat. 
wir haben uns die Stadt und all seine Highlights angesehen, waren am Seven Sisters Kliff und haben ganz viel geredet. noch mal vielen vielen Dank, dass du da warst, Papa! ♥
oh, und ich war endlich mal bei Victoria's Secret!!
und langsam komme ich auch wieder aus meinem Loch raus, auch wenn von außen betrachtet noch nicht allzu viel Zeit vergangen ist, so ist es für mich doch eine gefühlte Ewigkeit und ich habe viel nachgedacht in den letzten Tagen und ich weiß, dass es weitergehen muss, irgendwie. ich starte jetzt das Projekt "liebe dich selbst", denn auch wenn mich die Zeit hier bisher schon sehr geprägt und verändert hat, so zweifle ich doch immer noch an mir selbst und das muss aufhören. ich merke, dass ich mehr Selbstvertrauen habe, als ich es zu Hause je hatte. ich stelle aber auch fest, dass meine Selbstwahrnehmung sich doch sehr von der Außenwahrnehmung unterscheidet und das bringt mich zum Nachdenken. ich werde mich bemühen mehr für mich selbst zu tun und all dieses Positive, das mir hier entgegen gebracht wird irgendwie für mich umzusetzen. jeden Tag lerne ich etwas neues und es ist so spannend und ich merke, dass es mir unfassbar gut tut. jeder Tag ist ein neuer Anfang, eine neue Seite in einem Buch und deswegen möchte ich jeden Tag zu etwas besonderem machen. denn diese Zeit hier oder auch allgemein Zeit ist einfach viel zu wertvoll, als dass man sie einfach verschwenden könnte. das habe ich hier gelernt und das werde ich für mich verinnerlichen. 

ich glaube daran, dass am Ende alles gut wird. ich glaube daran, dass alles aus einem Grund geschieht und ich glaube daran, dass auf Regen immer Sonnenschein folgt. ich glaube daran, dass der Schmerz vorbei geht und es besser wird. 

und jetzt hab ich endlich mal wieder ein paar Bilder:

überragendes Frühstück am Freitag!

oh jaaaaaaaa!

London Eye von unten


London von oben

Brighton von oben


Busreise zu Seven Sisters



beautiful Brighton Pier


erstes Selfie

beautiful Hove


Royal Pavillon

so wahr..

xoxo, girl abroad


Mittwoch, 25. Februar 2015

caught between a strong mind and a fragile heart

du wolltest weg, einfach nur weg. du wolltest raus aus deinem Trott, wolltest ganz woanders hin, irgendwohin, wo niemand deinen Namen kennt, wo niemand dich verurteilen kann, weil er schon so viel über dich gehört hat. du wolltest ganz neu anfangen. du bist in das Flugzeug gestiegen, voller Vorfreude, voller guter Vorsätze, voller Erwartungen. du warst gerne bereit sehr viel zurück zu lassen, weil du wusstest, was du dafür hier bekommst. gut, eigentlich hattest du keine Ahnung, was tatsächlich hier auf dich wartet und hättest du es gewusst, wärst du schon Hals über Kopf im September los geflogen.
"alles wird anders" hast du gesagt. du wolltest dich neu erfinden, endlich der Mensch sein, der du wirklich sein willst.
dann kommst du an und erst einmal ist nichts so, wie du es gerne hättest. plötzlich ist dir alles zu viel und du zweifelst an deiner Entscheidung. ist es wirklich was du wolltest? willst du nicht doch lieber zurück nach Hause, ins warme Nest und einfach weiter machen wie bisher? aber du weißt du kannst nicht mehr nach Hause und deswegen nimmst du dich der Herausforderung an und beginnst ein völlig neues Leben in komplett neuen Begebenheiten in einem dir komplett fremden Land. und plötzlich wird es gut, plötzlich stellst du fest, dass es genau das ist, was du wolltest und was du brauchtest. es hat dir gezeigt, was du wirklich liebst, in Teilen vielleicht sogar wer du wirklich bist und es hat dir auch klar gemacht, wo du hin willst. du bist gewachsen, und das kannst du jetzt schon sagen, nach nicht einmal ganz zwei Monaten. du hast Seiten an dir wiederentdeckt, die du längst verloren geglaubt hast.
aber so ganz kannst du dir selbst doch nicht entfliehen, es ist halt leichter gesagt als getan. du bist immer noch du, und auch wenn alles so anders ist, bist du doch immer noch ziemlich du selbst. du bist unsicher, du weißt aber diese Unsicherheit zu verstecken. du bist schüchtern, dir fällt es schwer auf Menschen zuzugehen, du versuchst es aber dennoch, weil du weißt, dass das deine einzige Überlebenschance ist. du stellst die Bedürfnisse anderer über deine eigenen, einfach weil diese anderen dir so wichtig sind und du dir selbst nicht. und du verlierst dein Herz.
und du hast diese eine Person, diesen einen Fixpunkt. diese eine Person kann aus jedem deiner Regenschauer Sonnenschein machen und bei ihr kommt dein Gedankenkarussell zum Stillstand. all die Sorgen und Ängste und die Gedanken, die sonst unablässig in deinem Kopf rotieren, sind bei dieser Person einfach still. bei dieser Person fühlst du dich sicher, du weißt, dass sie dein Schutzschild ist.
du hast so viel schon hier gelernt, über dich, über andere, über alles. und dir wird klar, dass es gut ist, dass du alleine sein kannst, denn manchmal bist du eben einfach alleine und das musst du aushalten können.
aber du willst hier nicht weg. so dunkel und grau manche Tagen auch sein mögen, umso schöner sind dafür dann die sonnigen und du lernst die kleinen Dinge erst richtig zu schätzen. du bist endlich raus aus deinem Alltag, in dem du zu Hause gefangen warst und du fühlst dich lebendig und frei. du willst nicht, dass dieses Gefühl vergeht, es soll so lange wie möglich anhalten.
#gedankenkotze



meine größte Angst ist von dir vergessen zu werden
wo ich dich doch niemals vergessen werde 

xoxo, girl abroad

Mittwoch, 18. Februar 2015

"There is a crack in everything. That's how the light gets in."

long time no see! dafür entschuldige ich mich sehr. ich weiß, dass viele von euch auf regelmäßige Updates warten und ich euch immer wieder enttäusche. das tut mir ehrlich leid.
hier ist mittlerweile dann doch irgendwie der Alltag angekommen. das heißt nicht, dass es langweilig wäre, das ist es auf gar keinen Fall, aber es gibt halt kaum neue, aufregende, spannende Dinge zu erzählen. ich möchte euch auch nur ungern mit meinem Schulalltag langweilen.
aber jetzt sind ja doch mehr als zwei Wochen vergangen und ein bisschen was erzählenswertes ist dann doch passiert.
vor zwei Wochen haben wir für einen Freund eine Überraschungsparty veranstaltet, mit selbstgemachtem italienischen Essen, Pizza und selbstgebackenem Kuchen sowie Dekoration, Kerzen und Glückwunschkarte. ich glaube, er war ziemlich überrascht und er hat sich auch sehr gefreut. ich hab sowas vorher noch nie gemacht und es ist ziemlich nervenaufreibend, aber macht auch unheimlich viel Spaß und es war super schön mit den Leuten zusammen zu sitzen und den Abend zu genießen.
natürlich war ich auch in den letzten zwei Wochen immer dienstags im Font und freitags im Pryzm, aber dann doch eher wegen den Leuten als wegen den Orten oder dem Feiern gehen an und für sich. es ist schön alle zu sehen und auch immer wieder mit neuen Menschen zu sprechen und da ist es dann auch okay, wenn der Club Woche für Woche die gleiche Playlist spielt (gefühlt sogar die Lieder in der gleichen Reihenfolge.....).
mittwochs bin ich jetzt irgendwie dazu übergegangen etwas alleine zu unternehmen, meistens ende ich am Meer und sitze einfach nur da, starre auf die blaue Weite hinaus oder schreibe meine Gedanken auf, damit ich sie irgendwie sortieren kann.
auch das hat sich in der letzten Woche irgendwie ein bisschen geändert, ich habe angefangen meine Gefühle zuzulassen, sprich auch die nicht so schönen. das war zwar hart, weil ich kurzzeitig das Gefühl hatte in ein Loch zu fallen, aus dem ich nicht mehr raus komme, aber seit ein paar Tagen geht es mir besser und ich glaube dieser Ausbruch war ganz gut um mir zu zeigen, worauf es wirklich ankommt und was wirklich zählt. Tag für Tag wird mir hier bewusst, dass man wirklich jeden einzelnen Moment genießen muss, denn erstens ist er schneller vorbei als einem lieb ist und zweitens hat man hier einfach keine Zeit zu verlieren. die Leute kommen und gehen und man kann sich gerade so richtig kennenlernen, bevor man sich auch schon wieder verabschieden muss. das ist ganz schön hart und mir graut es immer wieder davor. besonders, wenn ich daran denke, dass ich sehr bald einen für mich sehr wichtigen Menschen verabschieden muss. das bedrückt einen dann doch mehr als einem lieb und als man erwartet hätte. wir leben den Moment, mittendrin im Leben..
letztes Wochenende waren wir gleich zwei Mal feiern. einmal freitags ganz standardmäßig im Standardclub und Samstag war ja Valentinstag und die Schule hat eine kleine Party mit anschließendem feiern gehen veranstaltet. die Party in der Schule war leider nicht so gut, wie wir erwartet hatten. man konnte vorher in Kategorien Schüler nominieren und die Gewinner sollten dann auf der Party bekannt gegeben werden.... ich weiß bis heute nicht, wer gewonnen hat, dabei war das eigentlich der Grund, warum ich überhaupt zu der Party gegangen bin. dafür war das Feiern gehen danach umso besser. wir waren in einem Club, in dem ich vorher noch nie war und auch wenn der ziemlich klein ist, war es trotzdem überragend, denn die Musik war großartig, ebenso die Stimmung und die Leute. da konnte man schon ganz gut vergessen, dass man am Valentinstag allein war..haha.
und Sonntag dann endlich: FIFTY SHADES OF GREY! wir waren zu siebt im Kino um den wahrscheinlich ersehntesten Film 2015 zu sehen. und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. wenn man Bücher in Filmen adaptiert, dann geht das meistens ziemlich nach hinten los und das Buch ist immer um längen besser, aber ich muss sagen in diesem Fall war es sehr akzeptabel. es haben zwar meiner Meinung nach relevante Dinge gefehlt, aber trotzalledem fand ich den Film sehr gelungen.

allgemein muss ich sagen, ich fühle mich mehr und mehr zu Hause hier, auch wenn ich immer wieder neue Dinge entdecke, ist trotzdem eine Art "ich bin angekommen"-Gefühl da.

dieses Wochenende werden wir auf eine Tattoo-Expo gehen, weil meine Mitbewohnerin sich gerne ein Tattoo stechen lassen möchte und ich darf Händchen halten. bin gespannt, wie das wird.

jetzt aber mal ein paar Bilder, nach dem vielen Text:

Crêpes im Sonnenschein am Brighton Pier

Lunch im Tortilla

um meine Englischkenntnisse zu verbessern gucke ich einfach meine liebste Serie in Originalsprache

es gibt nichts schöneres, als am Meer zu schreiben

Valentinstagsoutfit

Überraschungsparty!

Eis am Meer. im FEBRUAR!


♥ via Facebook

♥ via Facebook

Eis. im FEBRUAR!

Friday night = party night

ganz egal was war und was ist und was sein wird, ich bin glücklich hier,
wirklich glücklich



xoxo, girl abroad