Mittwoch, 25. Februar 2015

caught between a strong mind and a fragile heart

du wolltest weg, einfach nur weg. du wolltest raus aus deinem Trott, wolltest ganz woanders hin, irgendwohin, wo niemand deinen Namen kennt, wo niemand dich verurteilen kann, weil er schon so viel über dich gehört hat. du wolltest ganz neu anfangen. du bist in das Flugzeug gestiegen, voller Vorfreude, voller guter Vorsätze, voller Erwartungen. du warst gerne bereit sehr viel zurück zu lassen, weil du wusstest, was du dafür hier bekommst. gut, eigentlich hattest du keine Ahnung, was tatsächlich hier auf dich wartet und hättest du es gewusst, wärst du schon Hals über Kopf im September los geflogen.
"alles wird anders" hast du gesagt. du wolltest dich neu erfinden, endlich der Mensch sein, der du wirklich sein willst.
dann kommst du an und erst einmal ist nichts so, wie du es gerne hättest. plötzlich ist dir alles zu viel und du zweifelst an deiner Entscheidung. ist es wirklich was du wolltest? willst du nicht doch lieber zurück nach Hause, ins warme Nest und einfach weiter machen wie bisher? aber du weißt du kannst nicht mehr nach Hause und deswegen nimmst du dich der Herausforderung an und beginnst ein völlig neues Leben in komplett neuen Begebenheiten in einem dir komplett fremden Land. und plötzlich wird es gut, plötzlich stellst du fest, dass es genau das ist, was du wolltest und was du brauchtest. es hat dir gezeigt, was du wirklich liebst, in Teilen vielleicht sogar wer du wirklich bist und es hat dir auch klar gemacht, wo du hin willst. du bist gewachsen, und das kannst du jetzt schon sagen, nach nicht einmal ganz zwei Monaten. du hast Seiten an dir wiederentdeckt, die du längst verloren geglaubt hast.
aber so ganz kannst du dir selbst doch nicht entfliehen, es ist halt leichter gesagt als getan. du bist immer noch du, und auch wenn alles so anders ist, bist du doch immer noch ziemlich du selbst. du bist unsicher, du weißt aber diese Unsicherheit zu verstecken. du bist schüchtern, dir fällt es schwer auf Menschen zuzugehen, du versuchst es aber dennoch, weil du weißt, dass das deine einzige Überlebenschance ist. du stellst die Bedürfnisse anderer über deine eigenen, einfach weil diese anderen dir so wichtig sind und du dir selbst nicht. und du verlierst dein Herz.
und du hast diese eine Person, diesen einen Fixpunkt. diese eine Person kann aus jedem deiner Regenschauer Sonnenschein machen und bei ihr kommt dein Gedankenkarussell zum Stillstand. all die Sorgen und Ängste und die Gedanken, die sonst unablässig in deinem Kopf rotieren, sind bei dieser Person einfach still. bei dieser Person fühlst du dich sicher, du weißt, dass sie dein Schutzschild ist.
du hast so viel schon hier gelernt, über dich, über andere, über alles. und dir wird klar, dass es gut ist, dass du alleine sein kannst, denn manchmal bist du eben einfach alleine und das musst du aushalten können.
aber du willst hier nicht weg. so dunkel und grau manche Tagen auch sein mögen, umso schöner sind dafür dann die sonnigen und du lernst die kleinen Dinge erst richtig zu schätzen. du bist endlich raus aus deinem Alltag, in dem du zu Hause gefangen warst und du fühlst dich lebendig und frei. du willst nicht, dass dieses Gefühl vergeht, es soll so lange wie möglich anhalten.
#gedankenkotze



meine größte Angst ist von dir vergessen zu werden
wo ich dich doch niemals vergessen werde 

xoxo, girl abroad

Mittwoch, 18. Februar 2015

"There is a crack in everything. That's how the light gets in."

long time no see! dafür entschuldige ich mich sehr. ich weiß, dass viele von euch auf regelmäßige Updates warten und ich euch immer wieder enttäusche. das tut mir ehrlich leid.
hier ist mittlerweile dann doch irgendwie der Alltag angekommen. das heißt nicht, dass es langweilig wäre, das ist es auf gar keinen Fall, aber es gibt halt kaum neue, aufregende, spannende Dinge zu erzählen. ich möchte euch auch nur ungern mit meinem Schulalltag langweilen.
aber jetzt sind ja doch mehr als zwei Wochen vergangen und ein bisschen was erzählenswertes ist dann doch passiert.
vor zwei Wochen haben wir für einen Freund eine Überraschungsparty veranstaltet, mit selbstgemachtem italienischen Essen, Pizza und selbstgebackenem Kuchen sowie Dekoration, Kerzen und Glückwunschkarte. ich glaube, er war ziemlich überrascht und er hat sich auch sehr gefreut. ich hab sowas vorher noch nie gemacht und es ist ziemlich nervenaufreibend, aber macht auch unheimlich viel Spaß und es war super schön mit den Leuten zusammen zu sitzen und den Abend zu genießen.
natürlich war ich auch in den letzten zwei Wochen immer dienstags im Font und freitags im Pryzm, aber dann doch eher wegen den Leuten als wegen den Orten oder dem Feiern gehen an und für sich. es ist schön alle zu sehen und auch immer wieder mit neuen Menschen zu sprechen und da ist es dann auch okay, wenn der Club Woche für Woche die gleiche Playlist spielt (gefühlt sogar die Lieder in der gleichen Reihenfolge.....).
mittwochs bin ich jetzt irgendwie dazu übergegangen etwas alleine zu unternehmen, meistens ende ich am Meer und sitze einfach nur da, starre auf die blaue Weite hinaus oder schreibe meine Gedanken auf, damit ich sie irgendwie sortieren kann.
auch das hat sich in der letzten Woche irgendwie ein bisschen geändert, ich habe angefangen meine Gefühle zuzulassen, sprich auch die nicht so schönen. das war zwar hart, weil ich kurzzeitig das Gefühl hatte in ein Loch zu fallen, aus dem ich nicht mehr raus komme, aber seit ein paar Tagen geht es mir besser und ich glaube dieser Ausbruch war ganz gut um mir zu zeigen, worauf es wirklich ankommt und was wirklich zählt. Tag für Tag wird mir hier bewusst, dass man wirklich jeden einzelnen Moment genießen muss, denn erstens ist er schneller vorbei als einem lieb ist und zweitens hat man hier einfach keine Zeit zu verlieren. die Leute kommen und gehen und man kann sich gerade so richtig kennenlernen, bevor man sich auch schon wieder verabschieden muss. das ist ganz schön hart und mir graut es immer wieder davor. besonders, wenn ich daran denke, dass ich sehr bald einen für mich sehr wichtigen Menschen verabschieden muss. das bedrückt einen dann doch mehr als einem lieb und als man erwartet hätte. wir leben den Moment, mittendrin im Leben..
letztes Wochenende waren wir gleich zwei Mal feiern. einmal freitags ganz standardmäßig im Standardclub und Samstag war ja Valentinstag und die Schule hat eine kleine Party mit anschließendem feiern gehen veranstaltet. die Party in der Schule war leider nicht so gut, wie wir erwartet hatten. man konnte vorher in Kategorien Schüler nominieren und die Gewinner sollten dann auf der Party bekannt gegeben werden.... ich weiß bis heute nicht, wer gewonnen hat, dabei war das eigentlich der Grund, warum ich überhaupt zu der Party gegangen bin. dafür war das Feiern gehen danach umso besser. wir waren in einem Club, in dem ich vorher noch nie war und auch wenn der ziemlich klein ist, war es trotzdem überragend, denn die Musik war großartig, ebenso die Stimmung und die Leute. da konnte man schon ganz gut vergessen, dass man am Valentinstag allein war..haha.
und Sonntag dann endlich: FIFTY SHADES OF GREY! wir waren zu siebt im Kino um den wahrscheinlich ersehntesten Film 2015 zu sehen. und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. wenn man Bücher in Filmen adaptiert, dann geht das meistens ziemlich nach hinten los und das Buch ist immer um längen besser, aber ich muss sagen in diesem Fall war es sehr akzeptabel. es haben zwar meiner Meinung nach relevante Dinge gefehlt, aber trotzalledem fand ich den Film sehr gelungen.

allgemein muss ich sagen, ich fühle mich mehr und mehr zu Hause hier, auch wenn ich immer wieder neue Dinge entdecke, ist trotzdem eine Art "ich bin angekommen"-Gefühl da.

dieses Wochenende werden wir auf eine Tattoo-Expo gehen, weil meine Mitbewohnerin sich gerne ein Tattoo stechen lassen möchte und ich darf Händchen halten. bin gespannt, wie das wird.

jetzt aber mal ein paar Bilder, nach dem vielen Text:

Crêpes im Sonnenschein am Brighton Pier

Lunch im Tortilla

um meine Englischkenntnisse zu verbessern gucke ich einfach meine liebste Serie in Originalsprache

es gibt nichts schöneres, als am Meer zu schreiben

Valentinstagsoutfit

Überraschungsparty!

Eis am Meer. im FEBRUAR!


♥ via Facebook

♥ via Facebook

Eis. im FEBRUAR!

Friday night = party night

ganz egal was war und was ist und was sein wird, ich bin glücklich hier,
wirklich glücklich



xoxo, girl abroad

Sonntag, 1. Februar 2015

London Calling!

schon wieder eine Woche rum, schon wieder so viel Neues erlebt, schon wieder was zum Erzählen gefunden. wie auch die Wochen davor, ist unter der Woche nicht viel nennenswertes passiert. man geht halt zur Schule, man trifft seine Freunde, man geht dienstags aus um was zu trinken und ansonsten arbeitet man einfach nur aufs Wochenende hin. manche Dinge ändern sich halt nicht.
dafür sind die Wochenenden, sprich die Zeit ab Freitagnachmittag, immer wieder anders, immer wieder aufregend, immer wieder einzigartig.

Freitagabend waren wir zu siebt beim Italiener Pizza essen. richtig schick, richtig lecker, richtig schön. ich hab sogar was gelernt: für Italiener ist es total vertretbar Pizza mit Pommes darauf zu essen, weil das ist halt total beliebt und das wird sehr gern gegessen, aber wenn man Pizza mit Ananas darauf isst, dann wird man gesteinigt und ausgegrenzt und mit "Buh"-Rufen überhäuft. versteh ich nicht, wirklich nicht. nichtsdestotrotz war der Abend wirklich lustig und so gaaaaaanz langsam gewöhne ich mich an die italienische Sprache und finde sie vielleicht ein klitzekleines bisschen weniger schlimm als vor vier Wochen. aber wirklich nur vielleicht.
nach dem Restaurantbesuch sind wir dann aber selbstverständlich noch feiern gegangen, zumindest der Großteil von uns. auch das war wieder sehr schön, obwohl es im Nachhinein betrachtet, vielleicht schlauer gewesen wäre, den Bus um halb 2 zu nehmen um nach Hause zu fahren. Warum?
weil wir am nächsten Morgen, nach nicht einmal vier Stunden Schlaf, sehr früh aufgestanden sind, um endlich endlich nach London!! zu fahren. und man kann auch wirklich nur begrenzt sagen, es hätte sich gelohnt. ich meine, es steht außer Frage, dass London umwerfend und einzigartig und sehenswert ist, aber dummerweise hat es sich am Samstag von seiner wohl bekanntesten Seite gezeigt: verregnet, kalt, ungünstig zum Sightseeing. aber wir haben es uns trotz allem nicht nehmen lassen so viel wie möglich zu sehen. nachdem wir in London Victoria angekommen sind, führte uns unser erste Spaziergang zum Buckingham Palace und dem gegenüberliegenden Park, den wir dann durchquert haben um zum Big Ben und zur Westminster Abbey zu kommen. das Highlight im Park waren definitiv die Eichhörnchen, die sich für einen Chipskrümel sogar anfassen und ein wenig streicheln ließen. so nah hab ich noch nie ein Eichhörnchen gesehen!
vom Big Ben ging es mit der U-Bahn weiter zur Tower Bridge. der Regen wollte einfach nicht aufhören, dementsprechend haben wir den Besuch so kurz wie möglich gehalten. für ein paar Fotos hat es aber dennoch gereicht. danach waren wir alle drei ziemlich durchgefroren, hungrig und unmotiviert noch weiter nur draußen rumzulaufen, weswegen wir dann beschlossen haben zum Piccadilly Circus zu fahren, ein bisschen Windowshopping zu machen und unbedingt den M&Mworld-Store zu besuchen. danach hat uns der Hunger übermannt und wir landeten beim Mexikaner mit unglaublich gutem Essen und einer sehr angenehmen Atmosphäre. durch Nachos, Burger, Tacos und Fajitas ausreichend gestärkt, ging es danach weiter durch Soho auf der Suche nach Primark. gefunden haben wir ihn auch, aber drinnen waren wir doch ein wenig überfordert. so einen großen Primark und so viele Menschen habe ich noch nie gesehen, das war wirklich ein bisschen viel für die Nerven, gerade für unsere übermüdeten. also sind wir relativ schnell wieder zur U-Bahn geflohen um zur Knightsbridge und dem dort angesiedelten Harrods zu fahren. das war dann doch schon ein ganz schöner Kulturschock. wir sind bestimmt eine Stunde in dem Kaufhaus herumgeirrt, ohne wirklich zu wissen, wo wir sind und wie wir am besten hier wieder rauskommen. das Fazit danach war: wir müssen zurück nach Hause, wahlweise einen superreichen Mann finden und heiraten oder aber richtig viel arbeiten und richtig viel Geld verdienen und dann kommen wir wieder und gehen da richtig schön einkaufen. gestern haben wir uns einfach nur fehl am Platz gefühlt. aber sehenswert ist es auf jeden Fall! danach waren wir dann aber doch ganz schön kaputt und haben beschlossen die Heimreise anzutreten. ich muss sagen, das U-Bahn- System in London gefällt mir, es ist ziemlich einfach aufgebaut und wenn man einen Plan hat, dann kommt man ziemlich schnell und einfach von A nach B. zum Abschluss des Tages waren wir dann noch einen kleinen Absacker in einem Pub in Brighton trinken. das ging dann aber wirklich nicht mehr allzu lange, denn wir waren sichtlich müde und geschafft und ich habe mich wirklich nur noch nach meinem Bett gesehnt.
und den heutigen Sonntag verbringen wir einfach nur im Bett, ganz einfach und unspektakulär. das darf auch mal sein.

ich habe diese Woche etwas sehr wichtiges gelernt: man wird am glücklichsten, wenn man im Moment lebt. wenn man weder daran denkt, was war, noch daran, was sein wird. wenn man einfach nur das Hier und Jetzt genießt, dann hat man eine Chance darauf, wirklich glücklich zu sein. und zwar so nicht-in-Worte-fassen-könnend-glücklich. es ist wie mit der Sonne und den Wolken. wenn die Sonne direkt über einem scheint, sollte man nicht nach rechts und links gucken ob vielleicht von irgendwo Wolken kommen könnten. man sollte einfach den Sonnenschein genießen und sich darüber freuen, dass er jetzt gerade da ist. ganz einfach, ohne nachzudenken. 
die schönsten Dinge passieren ja sowieso immer dann, wenn man einfach nicht damit rechnet.

meine Bilder der Woche/des Wochenendes (entschuldigt die chronologische Unordnung):

Mittagessen von Samstag 
die girls ♥ (Freitagabend)

Pizza Party!

M&Mworld

Montag am Meer


Mittwoch am Meer



Sitzplätze werden ja überbewertet

Buckingham Palace



London Eye :))))

Eichhörnchen!

viel tourimäßiger kann es nicht werden





yummy yummy yummy





und deine Worte hallen nach in meinem Kopf, immer wieder die gleichen Sätze. ich spiele die Szene in Dauerschleife, frag mich immer noch ob das wirklich passiert ist.

xoxo, girl abroad