Montag, 27. April 2015

FAIS DE TA VIE UN RÊVE

Oha. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mich seit über einem Monat nicht mehr hier gemeldet habe, aber ich war irgendwie so beschäftigt, dass ich nie wirklich zum Bloggen gekommen bin. Das tut mir leid, aber ich versuche euch jetzt mit allen spannenden Ereignissen des letzten Monats zu versorgen.

So langsam fühlt sich leben hier richtig wie ein Leben an. Ich habe einen Freundeskreis in dem ich mich mehr als wohl fühle und das Lachen wird weniger falsch und mein Glücklichseingefühl kommt auch langsam wieder. Der Frühling kommt hier langsam aber sicher und damit verziehen sich meine grauen Stimmungswolken, denn wenn ich die Sonne draußen sehe, dann kann ich einfach nicht anders, dann überkommt mich ein unbeschreibliches Glücks- und Dankbarkeitsgefühl. Ich hab es so gut hier und es geht mir so gut und bin dankbar für jede Sekunde, die ich hier erleben darf.

Aber ich sollte wohl da ansetzen, wo ich euch beim letzten Mal verlassen habe. Soweit ich weiß, war das kurz vor meinen Ferien. Die erste Ferienwoche habe ich genutzt, um ein bisschen mehr von England zu sehen. Ich war in Cambridge und in Bournemouth. Cambridge fand ich sehr schön und es war interessant, es mal gesehen zu haben, aber ich muss sagen, dass mir Oxford doch um einiges besser gefällt. Bournemouth wollte ich unbedingt sehen, da es zum einen der Ort ist, an dem ich eigentlich mein halbes Jahr verbringen wollte und zum anderen gibt es dort am Meer richtigen Sand und nicht nur so blöde Steine wie hier. Aber ich habe festgestellt, dass ich absolut die richtige Entscheidung getroffen habe. Bournemouth ist wirklich wunderschön und der Strand ist Wahnsinn, aber viel mehr ist dann dort auch nicht. Alles ist sehr klein und irgendwie ruhig und ich denke, ich wäre dort vor Langeweile eingegangen. Dennoch hab ich mich total gefreut es endlich mal zu sehen und endlich mal am Sandstrand zu sein und mit meinen Füßen durch den Sand und das Wasser zu laufen.

College in Cambridge




Bournemouth 




da ich ja Ostern ganz allein war, hab ich mir kurzerhand ein Ostergeschenk gemacht

Und in der zweiten Ferienwoche haben mich dann meine Mama und Bruder besucht. Wir waren erst einen Tag in Brighton und sind dann weiter nach London gefahren, um dort ein paar Tage zu verbringen. Es war richtig schön, ich hab es sehr genossen, die beiden endlich mal wieder zu sehen. Wir haben in London mehr oder weniger das typische Touristenprogramm gemacht, da Björn ja noch nie da war. Ich finde London wirklich großartig, aber nach den paar Tagen war ich echt froh wieder in Brighton zu sein, weil es waren mir einfach viel zu viele Menschen dort.


Überall stehen diese Schafe... :D


SHERLOCK!!!!!!!!!!!!!!

♥♥♥

Ja, und nach den Ferien hat mich dann der Alltag sehr schnell wieder eingefangen. Es war erstmal sehr stressig, denn ich habe meine Gastfamilie wieder gewechselt. Ich dachte, ich könnte es in der anderen die verbleibenden Wochen aushalten, aber es war einfach zu viel verlangt. Mit so viel Dreck kann ich beim besten Willen nicht umgehen. Jetzt wohnen wir immerhin sehr nah am Stadtzentrum, es ist zwar lange nicht perfekt, aber für die verbleibenden 6 Wochen geht es schon und immerhin ist es sauber und wir kriegen ordentliches Essen. Und dann habe ich ja vor den Ferien den Examensvorbereitungskurs angefangen und der beansprucht mich ganz ordentlich. Ich muss jetzt tatsächlich was für den Unterricht tun und das ist nicht gerade wenig. Aber ich lerne auch unfassbar viel und irgendwie macht es Spaß. Trotzdem hab ich Angst, dass ich das Examen am Ende gar nicht bestehe, weil es wirklich nicht so leicht ist, wie man sich das vorstellt. Aber ich mal jetzt mal nicht den Teufel an die Wand und denke einfach positiv.

Wie schon erwähnt, war das Wetter in den letzten Wochen wunderschön hier und deswegen hatten wir endlich die Gelegenheit längere Zeit am Meer zu verweilen und haben das vor zwei Wochen gleich mal mit einem BBQ getan. Das war wirklich schön, es war einer dieser Momente, wo einfach alles gestimmt hat: das Wetter, die Menschen, der Ort, die Zeit, eben einfach alles.
Und auch unter der Woche haben wir viel Zeit am Meer verbracht, ich hab mir erfolgreich meinen Arm in der Sonne verbrannt und habe auch allgemein schon ein bisschen Bräune abgekriegt.
Ich genieße die Zeit grade einfach so sehr, weil mir immer mehr bewusst wird, dass es ganz bald schon vorbei ist und ich bin dafür echt noch nicht bereit. Es ging viiiieeeeel zu schnell.
Natürlich gehen wir auch nach wie vor jeden Dienstag ins Font und jeden Freitag ins pryzm und dadurch, dass ich jetzt so nah wohne und nach Hause laufen kann, kann ich endlich mal so lange dort bleiben, wie ich möchte und muss mich nach keinem Nachtbus richten. Das ist der Wahnsinn!

Unglücklicherweise wurde mir am letzten Freitag im Club mein Handy gestohlen. Ich kann immernoch nicht richtig fassen, dass jemand wirklich so asozial sein kann. Es ist erschreckend, wie sehr man verloren ist, wenn einem ein technisches Gerät geklaut wird. Mir geht es gar nicht mal so sehr um das Telefon, viel schlimmer ist, dass ich alle Unterhaltungen verloren hab, alle Nummern und auch viele meiner Bilder. Besonders Bilder an denen viel emotionaler Wert hängt, ebenso Konversationen. Aber vielleicht ist das ja auch am Ende besser so...Jetzt hab ich halt ein neues Telefon und konnte immerhin meinen WhatsApp Account behalten. Und von sowas lass ich mir die Laune natürlich nicht verderben. Ich habe mein Wochenend trotzdem genossen, ich war bowlen und mit den girls Kaffee trinken und quatschen, was Mädchen eben so machen.

Alles in allem geht es mir nach wie vor super gut hier. Trotzdem freu ich mich auch langsam wieder auf zu Hause, denn ich stelle mehr und mehr fest, dass ganz viele Engländer unfassbar arrogant und gelinde gesagt schrecklich sind. Man merkt ihnen einfach an, dass sie tatsächlich glauben, dass die Welt sich um sie dreht und sie alles sind was zählt. Ich liebe die Sprache nach wie vor und auch den britischen Akzent, aber mir gefällt die Einstellung nicht, die irgendwie damit einher geht. Alle sind super höflich zueinander, aber wenn du kein Brite bist, dann bist du bei vielen gleich minderwertig. Nichtsdestotrotz ist Brighton einfach ein Traum.


Friends ♥


I love you girls so much ♥

I love you girls so much, part 2 ♥

der Versuch einen Einweggrill am Meer zu entzünden





It's funny how someone who was just a stranger last year can mean so much to you now. 
It's terrible that someone who meant so much to you last year can be just a stranger now.

Das war jetzt ein sehr sehr langer Post und ich hoffe, ihr habt es bis zum Ende geschafft. Jetzt seid ihr erst einmal wieder auf dem neuesten Stand. Bis (hoffentlich) ganz bald.
Ich schicke ganz viel Liebe nach Hause ♥

xoxo, girl abroad