nach viel zu viel Verspätung bin ich dann gestern doch endlich mal in London gelandet. hab gedacht, dass ich nur noch schnell meinen Koffer holen muss und dann auch schon weiter nach Brighton kann. Ha, Pustekuchen. da steht man dann halt erstmal eine halbe Stunde an der Passkontrolle, weil alle Flüge gefühlt zeitgleich in London gelandet sind. aber hey, Geduld ist ja voll mein Ding.. nicht! Koffer ließ trotz zeitlichen Vorsprung ganz schön auf sich warten und als ich endlich auf meinen Fahrer von der Organisation traf, erfuhr ich, dass wir noch auf jemanden warten müssen. gefühlt auch noch mal eine Stunde.
als ich endlich bei meiner Gastfamilie ankam, war es bereits dunkel und bis zu diesem Zeitpunkt hab ich den Ort nicht bei Tageslicht gesehen. vielleicht morgen dann. ich teile mir das Zimmer mit einer Italienerin, die nur bruchstückhaft Englisch kann. ein wahres Abenteuer also!
heute dann großes Aufeinandertreffen mit all den anderen Mitstudenten. so viele Menschen, so viele neue Gesichter, so viele verschiedene Nationen, die da aufeinander treffen. überall verunsicherte Blicke und zaghafte Annäherungsversuche. mit Bingo-ähnlichen Spielen wird versucht das Eis zu brechen.. mit eher mittemäßigem Erfolg, aber wie heißt es doch so schön: der Wille zählt!
nach einem ersten Kennenlernen folgen mehr oder weniger überlebenswichtige Informationen zur Schule, dem Ablauf, Geld und Bus fahren. die wichtigen Sachen, wie zum Beispiel den eigenen Stundenplan, erfährt man dann aber doch erst am Abend, wenn man die App checken kann.
zum Abschluss der Veranstaltung dann noch ein kurzer Rundgang durch die Stadt, schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt und dann sind die ungeduldigen Schüler endlich entlassen. es macht sich viel Ahnungslosigkeit und Unentschlossenheit breit. aber irgendwie kriegt man ja immer die Zeit rum.
dass alles so neu und so anders und so aufregend ist, ist gut, da kann man nicht darüber nachdenken ob die Daheimgebliebenen einem fehlen und ob man nicht doch lieber alles hinschmeißen und wieder nach Hause fahren will. man ist den ganzen Tag so abgelenkt, dass man sämtliche Gefühle spontan hinten an stellt und einfach losmacht und loslebt. aber ehrlich gesagt ist es hart, wirklich wirklich hart. wenn man plötzlich merkt, dass man trotz aller Organisation und Gastfamilie und Mitbewohnerin doch ziemlich allein und auf sich gestellt ist und einfach niemand vertrautes da ist, zu dem man im Notfall gehen könnte. man ist sich jetzt selbst am nächsten und hat nur noch sich. damit muss man erstmal klar kommen, das braucht Zeit, schmerzlich viel Zeit, I'm sure.
you have to see the good in everything, every new day is a new chance. stay strong, you can do it, this is your adventure! -- Selbstmotivation
| auf dem Weg nach Hause |
| Straßenimpression |
| Landung in London Heathrow |
| erstes Bild vom Meer *-* |
| jetzt schon verliebt! |
| Blick aus dem Flugzeug |
| auch noch Blick aus dem Flugzeug |
entschuldigt die chronologische Unordnung der Bilder, ich kann das einfach nicht.
ich schicke ganz viel Liebe nach Hause ♥
das ist ein merkwürdiger Post, seht es einfach als Update. das neue Leben fordert seinen Tribut.
xoxo, girl abroad